LauschWerk

Das Vokalensemble

Das Vokalensemble LauschWerk besteht größtenteils aus aktiven und ehemaligen Mitgliedern der Audi Jugendchorakademie, die sich für eine professionelle Sängerlaufbahn entschieden haben. Das mit 8-16 Sängerinnen und Sängern besetzte Ensemble erarbeitet unter der Leitung von Martin Steidler anspruchsvolle Vokalmusik von der Renaissance bis zur Moderne. Die Mitwirkenden werden zusätzlich von international renommierten Referenten stimmlich und künstlerisch gecoacht, zuletzt von Julian Prégardien.

 

Ziel der Akademie ist, auf das Singen in professionellen Ensembles vorzubereiten, die dazu nötigen stimmlichen und künstlerischen Fähigkeiten auszubauen und Impulse für die solistische Weiterentwicklung zu geben.

Vorsingen

Für weitere Projekte möchten wir das Ensemble vergrößern und laden interessierte Sängerinnen und Sänger zum Vorsingen ein.

 

Das Vorsingen findet am 24. Oktober 2019 in München statt.

Die Bewerbungsfrist endete am 16. Oktober 2019.

 

Wir freuen uns auf Bewerbungen an lauschwerk@no-spam-pleasegoldoni-artist.de
Folgende Informationen benötigen wir:

  • Musikalischen Lebenslauf mit Foto und allen persönlichen Angaben, Kontaktdaten sowie Angaben zum Stimmfach/-typ
  • Angaben bisheriger Gesangserfahrung in Ensembles
  • Audiomaterial (mehrere Werke aus verschiedenen Epochen als Link oder Audiodatei)

Das Vorsingen besteht aus einem vom Blatt-Singen sowie zwei vorbereitete stilistisch verschiedene Werke (Arie oder Lied). Die Noten dazu sind für den Korrepetitor mitzubringen. 


Nächste Projekte:
Die nächsten Projekte finden im Mai 2020 Chigi Codex/Olivier Messiaen statt.
Bei Anmeldung und Interesse wird Ihnen der komplette Probenplan, sowie die genaue Adresse geschickt.

Chigi-Kodex

Der Chigi-Kodex ist eines der bedeutendsten Musikmanuskripte aus der Zeit der franko- flämischen Vokalpolyphonie.

 

Die Musik des Kodex ist sehr vielfältig. Etwa die Hälfte davon ist eine retrospektive Sammlung sakraler Musik von Johannes Ockeghem, Meister der französischen Königskapelle unter drei Königen von Frankreich. Diese Kapelle war im fünfzehnten Jahrhundert eine der führenden Musikinstitutionen Nordeuropas. Ein weiterer Abschnitt des Kodex präsentiert Messen, die mit dem burgundisch-habsburgischen Hof in Brüssel- Mechelen verbunden sind, von einer Frühmesse der Busnois bis zu den Messen des späten fünfzehnten Jahrhunderts. Der letzte Teil des Manuskripts enthält eine Vielzahl von Motetten, die mit Josquins „Stabat mater“ beginnen und eine ‚Gedenksammlung‘ von fünfstimmigen Motetten von Johannes Regis beinhalten. Eine Reihe von Motetten, meist französischer Herkunft, wurden nach 1515 von einem spanischen Schriftsteller in leere Folianten im gesamten Manuskript eingefügt.

 

Der gesamte Chigi-Kodex wird von Edward Houghton, emeritierter Professor der University of California, Santa Cruz neu editiert und erscheint bei der University of Chicago Press. Auf Vermittlung von Kent Nagano und in enger Zusammenarbeit mit Prof. Houghton entstand nun das erste Konzertprogramm mit einem Querschnitt aus den Werken des Kodex. Hierbei wird die Vokalmusik durch Orgelimprovisationen ergänzt.